Bildung, Kunst und Kultur auf hohem Niveau

Der Markt Schierling erwies beim Neujahrsempfang den Kulturträgern die Ehre

SCHIERLING, 25.01.2013. Der Markt Schierling hob beim Neujahrsempfang die besonders engagierten Mitbürger, Vereinen und Organisationen auf dem Gebiet von Bildung, Kunst und Kultur heraus. Bürgermeister Christian Kiendl ehrte sieben Persönlichkeiten und Vereine und freute sich über die Fülle von Talenten und Charismen, die insbesondere im ehrenamtlichen Engagement sichtbar werden. Staatssekretär Bernd Sibler vom bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus war der Ehrengast und hielt die Festrede. Er erklärte, dass der Freistaat Bayern jeden dritten Euro des Staatshaushalts für die Bildung ausgibt.

Foto der Geehrten und von Ehrengästen
Der Neujahrsempfang des Marktes Schierling stand im Zeichen von „Bildung, Kunst und Kultur“. Auf unserem Foto von links Bürgermeister Kiendl, Abgeordnete Tanja Schweiger, Landrat Mirbeth, Prof. Erich Gohl, Prof. Kunibert Schäfer, Irmgard Herzog-Deutscher, Ludwig Islinger, Staatssekretär Sibler, Elisabeth Hofmeister, Hermann Zormeier und die Landtagsabgeordnete Silvia Stierstorfer

Der Saal des „topfour“ war festlich hergerichtet. Bürgermeister Christian Kiendl empfing und begrüßte jeden Besucher einzeln und wünschte alles Gute für das neue Jahr. Er würdigte bei der Ansprache die Arbeit sehr vieler Menschen für die schulische Bildung durch Schule und Förderverein, in der Erwachsenenbildung und in der Gemeindebücherei. Neben der Wissensvermittlung nehme Herzens- und Persönlichkeitsbildung einen breiten Raum ein, die in den Kindertagesstätten eine wichtige Rolle spielen. „Wir können uns glücklich schätzen, dass sich im Markt Schierling so viele Menschen für die Bildung in einem sehr weiten Sinne einsetzen!“, so Kiendl.

Bgm. Christian Kiendl
Bürgermeister Christian Kiendl würdigte die vielfältigen Aktivitäten

Der Bürgermeister hob die Wichtigkeit der Kunst heraus, die in erster Linie der Erbauung der Menschen diene. Er nannte viele Beispiele künstlerischer Gestaltung im öffentlichen Raum – von den jahrhundertealten Fresken in der Pfarrkirche bis zum Gennßhenkher-Brunnen und der künstlerischen Ausgestaltung der Aussegnungshalle. Kiendl bekannte, dass gerade auf diesem Sektor noch mehr geschehen könnte. Er ermunterte die Kunstschaffenden zu vielfältigen Aktivitäten. Und er plädierte dafür, auch als öffentliche Auftraggeber den Künstlern Freiheit zu lassen.

Landrat Herbert Mirbeth
Landrat Herbert Mirbeth

Schließlich trug der Bürgermeister eine lange Liste von Kulturträgern vor, die Chöre, Musikgruppen, Musikförderverein, Aktivitäten auf kleinen Bühnen in unterschiedlichen Gemeindeteilen, Heimatpflege sowie die Pflege der Gemeindepartnerschaft umfassen. „Auf diesen Gebieten bringt jeder das ein, was er besonders gut kann und so entsteht die besondere Eigenart einer Gemeinde, nämlich unseres Marktes Schierling“, so Kiendl. Mit dem Neujahrsempfang wolle der Markt jedes noch so kleine Engagement würdigen. Landrat Herbert Mirbeth verwies auf die neue Broschüre „Voll“ des Landkreises Regensburg, mit der für praktische Berufe geworben wird. Er setzte sich dafür ein, dass Kinder begabungsgerecht ausgebildet werden. Der Landrat bestätigte dem Markt Schierling, dass er bei der Suche nach Räumen für die Kinderkrippen sehr verantwortungsbewusst mit Steuergeldern umgegangen ist. „Dass sie zwei Häuser angemietet und nicht Millionen für Neubauten ausgegeben haben, das verdient ein dickes Lob“, so der Landrat.

Staatssekretär Bernd Sibler
Staatssekretär Bernd Sibler

Staatssekretär Bernd Sibler sah die Bildungsgerechtigkeit erst dann vollständig abgebildet, wenn die Schwächeren besonders gefördert, gleichzeitig aber die Stärkeren besonders herausgehoben werden. Schulische und außerschulische Lernorte seien gleichermaßen wichtig für den Erfolg. Die bayerischen Schüler würden auch bei internationalen Studien tolle Ergebnisse erzielen. „Das ist nicht in erster Linie eine Leistung der Politik, sondern das Ergebnis einer hervorragenden Arbeit der Lehrkräfte in jedem einzelnen Klassenzimmer!“, so Sibler. In der Gesellschaft würden zu sehr die Werte, Tugenden und Strukturen verdunsten und vieles davon solle in der Schule kompensiert werden. Familien bräuchten Unterstützung und nicht zuletzt deshalb habe der Freistaat Bayern die Schulsozialarbeit entscheidend gestärkt. Er freute sich, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Bayern bei nur drei Prozent liegt. Das Zeugnis einer bayerischen Schule sei der Nachweis dafür, dann man etwas kann, um in Beruf und Studium seine Frau und seinen Mann zu stehen. Er dankte allen, die sowohl historisches Wissen als auch musikalische und religiöse Bildung weitertragen und im Bildungsprozess Verantwortung übernommen haben. „Das ist der Kitt für den sozialen Zusammenhalt!“, so das Mitglied der bayerischen Staatsregierung.

Anna Langrieger
Anna Langrieger bewies, welche Talente es in Schierling gibt

Den musikalischen Akzent setzte die Familie Langrieger aus Unterlaichling. Sohn Kilian spielte am Klavier „Fremder Mann“ von Robert Schumann und Vater Hannes „Romance op. 5“ von Sophie Menter. Star war die neunjährige Tochter Anna, die virtuos von Oskar Rieding „Contertino a-moll in ungarischer Weise op. 21“ vortrug und dafür begeisterten Applaus erhielt.

Der Bürgermeister überreichte Staatssekretär Sibler einen „Schierlinger Korb“. Für die anschließende Feier hatte das „topfour“-Team viele kleine Köstlichkeiten vorbereitet.

Bgm. Kiendl bei der Überreichung des Korbs
Staatssekretär Bernd Sibler (links) erhielt einen „Schierlinger Korb“

Schierling ehrte Kulturschaffende

Die Ehrungen nahmen Bürgermeister Kiendl, Staatssekretär Sibler, Landrat Mirbeth sowie die Landtagsabgeordneten Silvia Stierstorfer und Tanja Schweiger vor. Es gab jeweils einen Glaspokal und für die Damen zusätzlich Blumen.

Prof. Kunibert Schäfer mit Staatssekretär Bernd Sibler 
Prof. Kunibert Schäfer
hat der Gemeinde in zwanzig Jahren viele große Konzerte geschenkt. „Durch ihre Initiative und durch ihren Einsatz war Schierling über viele Jahre hinweg das Synonym für Chorgesang auf höchstem Niveau“, sagte der Bürgermeister.

Irmgard Herzog-Deutscher bei der Gratulation 
Irmgard Herzog-Deutscher
hat gemeinsam mit anderen Engagierten den Schul-Förderverein aufgebaut. Mit ihrer enormen Kreativität und Schaffenskraft habe sie für Schwung gesorgt und sich intensiv um die Integrierung der ausländischen Kinder bemüht. Nicht zuletzt auch aufgrund ihres Engagements sei der Verein mit dem Bürgerkulturpreis des Bayerischen Landtags ausgezeichnet worden, so Kiendl.

Die Rockbühne e.V. veranstaltet heuer das 25. „Labertal-Festival“ im Freizeitzentrum veranstalten. Es handelt sich dabei um Veranstaltung, die weit über Schierling hinaus strahlt und die insbesondere – aber nicht nur – den jungen Leuten in jedem August die Chance auf trendige Musik bietet. Gleichzeitig eröffnet die Rockbühne damit Nachwuchsbands und Nachwuchskünstlern die Chance eines Auftritts vor großem Publikum.

Prof. Erich Gohl bei der Gratulation 
Prof. Erich Gohl
gilt in Schierling als der wichtigste Künstler. Das Schaffen des akademischen Malers sei auch in Schierling sichtbar. „Du bist weit über Schierling hinaus als begnadeter Maler bekannt und du hast mit Ausstellungen Aufsehen erregt – und provoziert“, sagte der Bürgermeister.

Ludwig Islinger bei der Gratulation 
Ludwig Islinger
bereichert als jahrzehntelanger Kirchenchorsänger, als Mitbegründer und aktueller Vorsitzender des Liederkranzes, als Gstanzlsänger und Mitglied mancher Gruppen, welche bayerisches Liedgut bewahren, das musikalisch-kulturelle Leben in besonderer Weise.

Frau Hofmeister bei der Gratulation 
Der Partnerschaftsverein Schierling/Eggmühl-Penmarc’h mit rund 100 Mitgliedern habe in jedem Jahr des 15-jährigen Bestehens mindestens einen Austausch organisiert. „So konnten wir sehr viel von der Kultur unserer bretonischen Freunde erfahren. Und diese konnten unsere Lebensweise näher kennenlernen“, sagte Kiendl zur Vorsitzenden Elisabeth Hofmeister.

Hermann Zormeier mit Staatssekretär Bernd Sibler 
Hermann Zormeier
ist seit 1965 – also fast 48 Jahre – der musikalische Leiter des im Jahre 1952 als Spielmannszug gegründeten jetzigen TV-Musikzuges. 1991 erhielt er vom Kultusminister die Ernennung zum staatlich anerkannten Dirigenten für Laienmusiker. Der TV-Musikzug gehört zum öffentlichen Leben Schierlings, bestätigte Bürgermeister Kiendl.

Impressionen vom Neujahrsempfang

Blick in den Zuhörerraum
Viele Kulturträger nahmen am Neujahrsempfang teil
Stehempfang
Applaus für die Rede
Gennßhenkher
Kilian Langrieger am Klavier

 
Text und Fotos: Fritz Wallner